Händlern steht es in Deutschland frei, für verschiedene Verkaufsplattformen beispielsweise vor Ort im Geschäft, im Onlinehandel und auch für Kundenkarten- oder App-Inhaber jeweils unterschiedliche Preise festzulegen. Im Einzelhandel sowie in Prospekten müssen Grund- und Endpreis angegeben sein, um Verbrauchern und Verbraucherinnen den Preisvergleich zu ermöglichen. Zudem muss eindeutig aus dem Angebot hervorgehen, welcher Preis für wen gilt. Die Angebots- und Preisgestaltung unterliegen bei Einhaltung der Wettbewerbsregeln der unternehmerischen Freiheit.
Als Verbraucherzentrale sehen wir Kundenkarten und -apps kritisch. Sie dienen vorrangig dazu, Kunden an bestimmte Händler zu binden und Daten über das Konsumverhalten der Verbraucher und Verbraucherinnen zu erheben.
Einige Einzelhändler wie Edeka, Lidl, Rewe oder Penny koppeln ihre zusätzlichen Rabatte an die Nutzung ihrer Einkaufs-Apps. Nur wer die App beim Einkauf einsetzt, erhält die Ware zum reduzierten Angebotspreis. Aus rechtlicher Perspektive besteht grundsätzlich kein Anspruch auf diese Rabatte, wenn die App nicht verwendet wird. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, warum die App nicht genutzt wird – sei es aufgrund fehlender technischer Ausstattung (z.B. kein Smartphone), des Alters, einer Behinderung oder anderer Gründe.
Wir sammeln derzeit Beschwerden und Rückmeldungen zu diesem Thema von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die sich diskriminiert fühlen, um sie sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten.
Wer profitiert von den Supermarkt-Apps?
Supermarkt-Apps der Einzelhandelsketten bieten Bezahlfunktionen und locken mit Rabatten oder Bonusprogrammen. Doch die tatsächliche Ersparnis ist oft geringer als erwartet, da Eigenmarken oder „No-Name“-Produkte häufig günstiger sind als rabattierte Markenartikel.
Den größten Nutzen ziehen jedoch die Unternehmen: Durch die Nutzung der Apps erhalten sie wertvolle Kundendaten, die nicht nur der Kundenbindung dienen, sondern auch für gezielte Werbung genutzt werden. Dies kann dazu führen, dass Sie seltener Preise vergleichen und häufiger zu Spontan- oder Mehrkäufen verleitet werden.
Viele Apps greifen zudem tief in die Privatsphäre der Nutzer ein. Sie verlangen beispielsweise Einwilligungen zur Auswertung des Einkaufsverhaltens, Standortdaten oder sogar den Zugriff auf das Mikrofon. Edeka erlaubt Dritten, Tracking-Daten zu erstellen, auch durch Unternehmen außerhalb Deutschlands. Diese Eingriffe stehen aus unserer Sicht in keinem Verhältnis zu den gewährten Rabatten, die oft nur für ausgewählte Produkte gelten, die man möglicherweise gar nicht kaufen wollte.
Gleichzeitig sehen wir eine potenzielle Ungleichbehandlung, da Rabatte und Angebote im Lebensmittelsektor – gerade in Zeiten steigender Preise – für viele Menschen wichtig sind, aber oft an die App-Nutzung gekoppelt werden.
Nicht jede digitale Innovation ist ein Vorteil für Verbraucher. Deshalb empfehlen wir, Supermarkt-Apps kritisch zu hinterfragen und auf die Nutzung zu verzichten.
Ausführliche Informationen zum Funktionieren dieser Apps finden Sie auch auf unserer Webseite unter
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Ich habe nie Derartiges genutzt. Mittlerweile sehe ich mich als Kunde ohne App diskriminiert. Bei Penny letztens wäre der Einkauf fast 4€ billiger mit App gewesen.
In meinen Augen ist das Erpressung mit dem Ziel an die Nutzerdaten zu gelangen.
Dabei ist es oft so das App Besitzer gar keinen extra Rabatt bekommen sondern den gleichen Rabattpreis wie vor der APP.
Die nicht App Besitzer müssen aber mehr bezahlen.
Hab ich erst eben bei Penny erlebt:
Lavazza Rabatt vor der App war 11,95Euro für alle Kunden.
Jetzt 11,95Euro nur für App Besitzer und 13,95Euro für alle anderen Kunden.
Für mich sind das Mafia Schutzgeld Methoden.
Man muss sich freikaufen damit man seine Daten behalten darf.
Diese APP Rabatte sind ein absolutes „no go“. Vor allem als Rentner ohne smartphone sind diese Aktionen frustrierend und in höchstem Maße diskriminierend. Was wäre denn wenn ein Händler sagen würde „nur mit deutschem Personalausweis gibt es Rabatte“ ? Ein Aufschrei ging - völlig zurecht - durchs Volk. Bei uns haben diese Aktionen dazu geführt, daß wir i.d.R. nur noch bei Händlern einkaufen welche (noch) keine APP Rabatte anbieten.
Ich bin sooo wütend und weiß nicht, wo ich mich darüber beschweren kann. Ich versuche, mein Smartphone immer weniger zu nutzen und es möglichst oft zuhause zu lassen (digital detox), weil das Internet mir nicht gut tut udn die ständige Erreichbarkeit auch nicht. Mein Kind hat eine Sozialphobie und nutzt das Handy deshalb auch nicht.
Des Weiteren ist es im Supermarkt nicht zu erkennen, was jetzt wirklich reduziert ist und was nru für App-Nutzer. Jeder Supermarktbesuch macht mich wütend. Und die Welt ist grad eh so schlimm, da kann ich noch mehr Überwachung und Verarschung echt nicht gebrauchen. Am liebsten würde ich nie wieder in solchen Supermärkten einkaufen!!!!
Ich finde die ganzen Aktionen mit reduzierten Preisen im Lebensmittelhandel total verwirrend. Als Verbraucher (Kunde) muß man sich erst durch die Angebote durcharbeiten, um da herauszufinden, was man sich noch leisten kann.
Die Lebensmittelgeschäfte haben so viele Möglichkeiten entwickelt, den Kunden zu verwirren. Ist das noch zulässig? Ich denke, es ist bereits eine Grenze überschritten worden.
Jeder versucht mit Aufklebern, Apps, Prospekten, Internetwerbung Preise anzubieten, die günstig sein sollen. Hinzu kommen Eigenmarken, Preisanzeigen am Regal oben oder unten, das ist für viele nicht mehr durchschaubar. Das eigentliche Geschäft machen sie dann mit den Artikeln, die nicht reduziert sind.
Ich gehe in ein Geschäft und will den Preis vor mir sehen, zu dem der Artikel angeboten wird.
Heute gehen besonders ältere Menschen zu zweit ins Geschäft, lesen nebenbei die Printangebote und lotsen sich gegenseitig zu den Angeboten. Ist das die Zukunft des Einkaufens? Nun geht es mit den Apps weiter. Ich kenne keinen einzigen Discounter, der hier nicht mitmischt.
Gibt es keine Möglichkeiten, diesem Psychoterror ein Ende zu setzen?
Wenn die Geschäfte dies nicht selbst begreifen, daß es so nicht weitergeht, muß man von anderer Seite darauf einwirken.
Ich halte es für eine absolute Diskriminierung und sogar für einen Zwang. Hier muss dringend Einhalt geboten werden. Ich trage bewusst nicht 24/7 mein Handy mit mir herum. Wo soll das noch hinführen? Kunden ohne Handy bzw. App werden zu Kunden zweiter Klasse degradiert. Das dürfen wir nicht mit uns machen lassen. Ich habe bereits der Kassiererin angekündigt, dass ich meinen Wareneinkauf bei Penny sehr stark einschränken werde. Wir dürfen einfach nicht alles mit uns machen lassen. Leute wehrt Euch!
Ohne Smartphone mehr bezahlen, das finde ich eine Bestrafung an denjenigen, die kein Handy nutzen, aus welchen Gründen auch immer.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit möchte ich mich zum Thema Einkauf mit App äußern. Es ist absolut verständlich dass es unter-schiedliche Preise zwischen Ladengeschäft und Online Handel gibt. Weniger Personal, einfachste Lagerhaltung, Geschäftslage irgendwo usw.. Beim AppEinkauf benutzt der Kunde den selben Raum das gleiche Personal und bezahlt weniger als ein Normalo.
Dass Vorab Infos an App Kunden verschickt werden deren Daten vorliegen, ok.
Bei Selbstzahlerkassen könnte man noch Preisunterschiede verstehen durch weniger Personalaufwand.
Ein Kunde ohne Handy (App) ist gezwungen ein Handy zu kaufen um an die Vorteilspreise zu kommen.
Der Handy Kauf für Einige zu kompliziert, für eine größere Anzahl zu teuer und für Viele zu unsicher. Angst vor falscher Benutzung, usw..
Unterschiedliche Preise im gleichen Ladenlokal führt zur Spaltung der Gesellschaft Jung und Alt.
Politik wäre gut beraten der Diskriminierung einen Riegel vorzuschieben.
Mit freundlichen Grüßen
XXX
Ich verkaufe durch die App-Nutzung meine Daten.
Wer das nicht möchte oder kann hat auch keinen Anspruch auf Rabatt.
Gantmz einfach!
Verstehe diese ganze rumheulerei nicht.
Ich bin gestern auf das Kaffeangebot reingefallen. Habe im Prospekt das Lidl+ nicht gesehen und nicht geschnallt, dass es sich auf eine App bezieht. Mit Smartphones komme ich als Legastheniker nicht zurecht, mit Apps schon mal garnicht. Ich fühle mich nicht nur hinters Licht geführt und diskriminiert, sondern auch noch bestraft dafür, dass ich den gesellschaftlichen Anforderungen der Perfektheit nicht gerecht werden kann.
ich finde diese Apps auch sehr fragwürdig, gerade weil die Gleichbehandlung der Verbraucher nicht gewährleistet ist. Da werden wir zum Gendern gezwungen, aber müssen eine quasi Bestechung für App Inhaber beim Kauf von Sonderangeboten hinnehmen. Was für ein Witz!!
Meine Konsequenz daraus ist nicht mehr bei Lebensmittelketten einzukaufen, bzw. Sonderangebote außer Acht zu lassen. Auch andere App Läden meide ich und erinnere mich an unsere gesunde alte Ernährung aus Kinderzeiten (bin schon 68), diese Lebensmittel bekomme ich gut in kleinen Lebensmittel Läden oder an Gemüseständen. Danke an alle großen Ketten, die mich daran erinnern wie einkaufen ohne Supermarkt geht.
Am Samstag 15.03.25 war bei Penny der Nescafe Gold löslicher Kaffee anstatt für € 9.99 (war eine ganze weile € 12...) für € 5.55 zu haben.
Aber keine 2 Preise, Angebot nur für die App.
Ich kaufe mehrmals die Woche in diesem Laden ein, weil er der nächste ist und eigentlich auch ein ganz gutes Sortiment hat. Ich frage mich, was ich eigentlich für Penny bin, wenn ich das Geld bringe, aber anderweitig nicht berücksichtigt werde. Es ist einfach eine grosse Sauerrei, da interessiert mich die moderne Technik kein bisschen. Hinzu kommt, dass die App-Kunden meist jüngere sind, die längst nicht das Volumen einkaufen und den Umsatz bringen. Irgendwo liegt hier ein Denkfehler vor !!!!!!!!!!!!!
Ich finde es diskriminierend, dass Verbraucher, die kein Smartphone haben die Supermarkt Apps nicht nutzen können. Es sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, dass das System ähnlich wie auch bei Payback über eine Nutzer-Karte funktioniert, die man zum Punkte Sammeln an den Kassen vorzeigen kann.
Die Politik sollte der Diskriminierung einen Riegel vorzuschieben.