Ich backe oft mit Erythrit als Zuckerersatz und tausche zum Beispiel 100 Gramm Zucker 1:1 gegen Erythrit aus. Jetzt habe ich gehört, dass der Verzehr von Erythrit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnte. Ist das wahr und sollte ich Erythrit lieber nicht als Zuckerersatz verwenden?
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Teig anrühren: Kuchen backen mit Zuckerersatz Erythrit
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Erythrit (E 968) ist ein Zuckeraustauschstoff, der kalorienarme Süße bietet. Als Süßungsmittel ist Erythrit in energiereduzierten oder ohne Zuckerzusatz hergestellten Rührkuchen oder Backmischungen ohne Höchstmengenbeschränkungen erlaubt. Zuckeraustauschstoffe können in größeren Mengen Durchfall verursachen. Daher müssen Produkte, die mehr als 10 Prozent Erythrit enthalten, den Warnhinweis "kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" tragen.
2023 brachte eine Studie hohe Erythrit-Werte im Blut mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung. Sie konnte jedoch nicht beweisen, dass Erythrit tatsächlich die Ursache für die Erkrankungen ist.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Erythrit Ende 2023 neu bewertet und als sicheren Lebensmittelzusatzstoff eingestuft. Gleichzeitig legte sie eine tägliche Aufnahmemenge von 0,5 Gramm Erythrit pro Kilogramm Körpergewicht als sicher fest. Diese Menge gilt als unbedenklich für die Gesundheit, auch bei täglichem Verzehr über Lebensmittel und Getränke.
Wenn Sie zu Hause mit Erythrit backen, achten Sie darauf, diese Menge nicht zu überschreiten.
Die empfohlene Höchstmenge hängt vom Körpergewicht ab:
- Bei 60 Kilogramm Körpergewicht: maximal 30 Gramm Erythrit pro Tag
- Bei 80 Kilogramm Körpergewicht: maximal 40 Gramm Erythrit pro Tag
Wer viel Erythrit zu sich nimmt, zum Beispiel durch das Backen mit dem Zuckeraustauschstoff oder den Konsum kalorienreduzierter Getränke mit Erythrit, könnte die empfohlene Menge überschreiten. Das kann Verdauungsprobleme verursachen und möglicherweise langfristige Risiken bergen.
Verwenden Sie Erythrit daher am besten in Maßen.
Noch sinnvoller ist es aus unserer Sicht, sowohl Zucker als auch süßende Alternativen langfristig zu reduzieren, um die eigene Süßschwelle nach und nach zu senken.
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