Kann man Kurkuma bedenkenlos essen und wofür eignet er sich?

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Kurkuma - Wieviel, wie oft und für welche Speisen eigent er sich.
Ein Haufen mit Kurkumapulver, daneben eine Kurkumawurzel und Kurkuma-Kapseln.
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Kurkuma ist ein asiatisches Gewürz und eine wichtige Zutat in Currymischungen. Lebensmittelhersteller verwenden es gerne als Farbstoff E100 oder als färbenden Gewürzextrakt, weil die Wurzel und das Pulver leuchtend gelb aussehen. Der Wurzel werden viele gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben, ob bei Arthrose, Krebs oder Diabetes. Wissenschaftlich nachgewiesen sind diese Wirkungen meist nicht.

Auf die Verdauung wirkt Kurkuma größtenteils positiv. Es kann zum Beispiel bei Völlegefühl oder bei leichten Beschwerden wie Blähungen helfen. Überdosiert kann Kurkuma allerdings genau das Gegenteil bewirken und Übelkeit oder Sodbrennen hervorrufen. Der Bestandteil der Wurzel, der das bewirkt und auch die gelbe Farbe hervorruft, ist das Curcumin. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bewertet drei Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als unbedenklich.

In der Kurkuma-Wurzel stecken rund fünf Prozent dieses Farbstoffes. Wird mit der Wurzel oder dem daraus hergestellten Gewürzpulver gekocht, werden diese Mengen bei Erwachsenen nicht so oft überschritten. Auch in Ingwer-Kurkuma-Shots – kleinen Saftfläschchen mit Gewürzanteil - sind die Curcuminmengen überschaubar.

Größere Mengen Kurkumapulver werden hingegen in manchen Rezepten für „Goldene Milch“ oder Kurkuma Latte, einem Gewürzgetränk aus der Ayurvedischen Medizin, verwendet. Wer Nahrungsergänzungsmittel mit Curcumin wählt, der sollte besonders darauf achten, dass die genaue Menge angegeben ist. „Extra-stark“ ist hier kein Vorteil oder Qualitätsmerkmal. Je nach individueller Empfindlichkeit sind bei Nahrungsergänzungen mit Kurkuma unerwünschte Wirkungen möglich. Das können Blähungen, Sodbrennen, Durchfall und erhöhte Stuhlfrequenz sowie Übelkeit oder Schmerzen im Verdauungstrakt sein. 

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